Endometriose

Die Endometriose ist eine weit verbreitete Erkrankung – sie betrifft Schätzungen zufolge ca. jede 15. Frau im geschlechtsreifen Alter. Bei den betroffenen Frauen kommt es regelmäßig zu ausgeprägten Unterleibsschmerzen mit heftigen Abdominalkrämpfen im weiblichen Zyklus.

Die Beschwerden halten oft mehrere Tage lang an. Es handelt sich dabei nicht um eine Befindlichkeitsstörung, sondern die Betroffenen stehen unter einem starken Leidensdruck.

Leider ist die Erkrankung mit den üblichen Untersuchungsmethoden schwer zu erkennen.
Sowohl bei der Ultraschalluntersuchung, bei der vaginalen gynäkologischen Untersuchung als auch bei der Darmspiegelung wird die Erkrankung oft nicht gesehen.

Den betroffenen Frauen wird dann in der Regel eine symptomatische Behandlung von Regelschmerzen angeboten, die den ausgeprägten Beschwerden bei weitem nicht gerecht wird. Ebensowenig ist sie geeignet, Beschwerdefreiheit zu schaffen und schon gar nicht kann sie die Ursache beseitigen.

Wie kommt es zu der Erkrankung, und warum ist es oft so schwierig, die richtige Diagnose zu stellen?

Letztlich ist die Ursache der Endometriose nicht vollständig geklärt. Während man bislang davon ausging, dass es sich um versprengtes Uterusgewebe handelt, wird heute zunehmend eine autoimmune Ursache diskutiert.

Fakt ist, dass bei der Endometriose hormonaktives Gewebe einmal im Regelzyklus damit beginnt sich auszudehnen und wie Uterussschleimhaut zu bluten. Das hormonaktive Gewebe kann winzig klein sein, aber es können auch mehrere Zentimeter große Herde entstehen.

Wie ein Tumor drückt der Endometrioseherd auf benachbarte Strukturen und löst Schmerzen aus.

Welche Beschwerden können auf eine Endometriose hindeuten?

Viele Frauen haben an diesen Tagen erhebliche Stuhlgangsbeschwerden. Weil aber der Endometrioseherd oft weit unterhalb der Schleimhaut sitzt kann er leider oft weder bei der gynäkologischen Untersuchung noch bei der Darmspiegelung erkannt werden.

Unerfüllter Kinderwunsch kann auch eine Folge einer Endometrioseerkrankung darstellen.

Selbst bei der operativen Laparoskopie kann ein Endometrioseherd, der nicht unmittelbar an das Bauchfell grenzt, leicht übersehen werden. In der Umschlagfalte des Bauchfells (spatium rectovaginale) kann der Operateur schon bei geringen Verwachsungen nichts sehen, aber gerade hier finden sich oft Endometrioseherde.

Die Frauen haben dann aufwändige Untersuchungsverfahren einschließlich die operative Laparoskopie in Vollnarkose hinter sich und trotzdem konnte niemand eine eindeutige Diagnose stellen.

Für die betroffenen Frauen ist dies eine zusätzliche psychische Belastung.

Gibt es Hoffnung bei dieser Erkrankung?

In den letzten Jahren hat sich die Ultraschalldiagnostik deutlich verbessert. Mit der hochauflösenden Computersonographie ist es heute in vielen Fällen möglich, Endometrioseherde sicher zu erkennen.

Erst wenn eine sichere Diagnose gestellt ist, kann die richtige Therapie eingeleitet werden.

Bei der Ultraschalluntersuchung kommt es darauf an, sämtliche mögliche Endometriose-Fundstellen im Bereich des kleinen Beckens und entlang des Darmes systematisch und gründlich zu beurteilen.

Wenn sich dabei ein Endometrioseherd als Ursache der Beschwerden zeigt, ist oft eine rasche und deutliche Beschwerdebesserung durch eine hormonelle Therapie zu erreichen. In schweren Fällen mit großen Endometrioseherden ist oft die laparoskopische Entfernung in minimalinvasiver Schlüssellochtechnik notwendig. Hierbei ist oft eine interdisziplinäre Zusammenarbeit des behandelnden Gynäkologen, des operativen Gynäkologen und des Allgemeinchirurgen als eingespieltes Team  notwendig. Dann steigen aber die Chancen auf eine völlige Beschwerdefreiheit deutlich an.

Was können wir für Sie tun?

Unsere Praxis bietet Ihnen eine qualifizierte hochauflösende Ultraschalldiagnostik. Wir unterstützen Sie bei der Diagnosestellung einer Endometriose und arbeiten zusammen mit einem hochqualifizierten Team von Gynäkologen und Chirurgen.

Das Diagnostikangebot richtet sich besonders an Frauen, die unter heftigen regelabhängigen Beschwerden leiden, bei denen aber bislang keine eindeutige Diagnose gestellt werden konnte. Melden Sie sich einfach bei uns.