Krank im Winter – muss nicht sein

krank im winter

Es ist echt zum Mäuse melken! Da herrschen heute noch Straßencafétemperaturen – und schwupps – muss man am nächsten Tag den ersten Frost von der Windschutzscheibe kratzen. Und schon geht alles seinen Lauf. Der Herbst bringt schon das erste Kratzen im Hals, die erste Rotznase, manchmal auch schon einen fiesen Magen-Darm-Virus. Spätestens aber bei winterlichen Temperaturen haut es jeden von uns mal um. Und wir fragen uns: Krank im Winter – muss das sein?

Richtige Ernährung

Unser Körper – oder vielleicht besser gesagt – unser Immunsystem lechzt nach bestimmten Vitaminen, die ihm Power liefert. Wenn die weißen Blutkörperchen ihre Arbeit aufnehmen, können Vitamin-C-Bomben das geeignete martialische Angriffsequipement darstellen. Wo ist denn aber das meiste Vitamin C drinne? Und wie viel sollen wir überhaupt davon zu uns nehmen?

Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen 100mg, Schwangeren sogar 150mg. Mehr geht auch. Denn – die gute Nachricht: Bei Vitamin-C gibt es keine Vergiftungserscheinungen. Was der Körper nicht verwerten kann, wird einfach wieder über den Urin ausgespült.

Kleiner Tipp am Rande: Genau diese Wirkweise kann man sich bei einem leichten Harnwegsinfekt zunutze machen. Da soll man eh viel trinken, und rührt man in jedes großes Glas Wasser auch echtes Vitamin-C-Pulver (also keine chemisch hergestellte Ascorbinsäure), dann spült das Niere, Blase und Harnwege und desinfiziert.

Wir haben uns mal auf die Suche gemacht und folgende natürliche Vitamin-C-Spender gefunden:

  • Camu-Camu
    Eine pflaumenähnliche Frucht aus dem Amazonas, 40 mal mehr Vitamin C als Orangen. 2000mg pro 100 Gramm Frucht. Leider gibt es die bei uns nicht zu kaufen – als Frucht. Aber in der Apotheke als Nahrungsergänzungsmittel.
  • Acerola-Kirsche
    Ja! Von der haben wir schon gehört. Vor allem in Saftform wahrscheinlich auch schon probiert. Weil diese Frucht sehr empfindlich ist, muss sie in Südamerika gleich verarbeitet werden. Deshalb schippert diese 1300 – 1700mg Vit-C-Bombe als Saft, Pülverchen oder gefriergetrocknet über den großen Teich zu uns.
  • Hagebutte
    Yess! Die kennen wir auch – und die gibt es sogar an Nachbars Hecke!?! Von den vollen 1250mg haben wir vor allem was davon, wenn wir sie wirklich als Früchte essen. Das einzige, was man dabei beachten muss, ist das Entfernen der Kernchen, denn die verursachen das schon als Kind erfahrene Kratzen ….
  • Sanddorn
    Und das ist die nächste Pflanze, die wir hier in Deutschland ernten dürfen – mit 800mg Vitamin C. Aber auch nur, wenn wir ihn roh genießen.
  • Guave
    Exotisch aus Südamerika – und hierzulande in manchen Feinkostläden zu finden. 275mg Zaubervitamin in 100g Fruchtfleisch. Schmeckt lecker – wie Erdbeere und Birne.
  • Schwarze Johannesbeere
    Die steht auch in den meisten deutschen Gärten. Pflücken – und essen. 100mg haben die. Mit einer handvoll dieser schwarzen Beerchen decken Sie Ihren Tagesbedarf flott.
  • Rote Paprika
    Für zwichendurch oder abends mit Dip – am besten die rote Sorte, die hat nämlich 150mg Vitamin C

Jetzt fragen Sie zurecht: Aber was ist mit Rosenkohl? Oder anderem Wintergemüse wie Grünkohl oder Rosenkohl? Tja, sorry, aber erstens müsste der roh gegessen werden, und zweitens hat dieses Grünzeugs gerade mal so etwas um die 60 – 80mg pro 100g. Das ist also nur was für Liebhaber von grünen Smoothies 🙂

Und die Zitrusfrüchte? Auch die haben im Vergleich zu den oben aufgeführten Obst- und Gemüsesorten recht wenig: so um die 50mg. Aber gerade in der Vorweihnachtszeit isst man davon ja gerne auch mal ein bisschen mehr. Da relativiert sich das schon mal.

Krank im Winter – muss nicht sein mit

dem altbewährten Zwiebel-Look bei den Klamotten, und dann raus an die frische Luft – egal, ob es ungemütlich ist.  30 Minuten am Tag wären optimal. Dann wird der Körper mit frischem Sauerstoff versorgt, die Bewegung bringt den Kreislauf auf Touren und mobilisiert auch die Abwehrkräfte. Und wenn dann mal die Füßchen ein wenig kühler sein sollten – einfach wechselwarme Fußbäder machen. Solche Fußbäder aktivieren die Gefäßregulation. Zuerst die Füße in eine Wanne mit ca. 36-38 Grad warmem Wasser für 5 Minuten reinstellen, dann für ca. 10 Sekunden in eine Wanne mit 18 Grad kaltem Wasser. Das ein paar mal hintereinander. Danach dicke Socken drüber – und ab auf die Couch gemümmelt mit leckerem, heißen Kräutertee aus Salbei (vorsicht, das kann zu Schweißausbrüchen führen), isländischem Moos oder Thymian.

Und am Wochenende mal wieder in der Sauna abhängen. Denn auch die Saunagänge härten den Körper ab. Der Wechsel von hohen zu niedrigen Temperaturen bringt Stoffwechsel und Kreislauf auf Trab.

Wer dann noch ein wenig mehr für sich tun will, der kann es noch mit Lichttherapie probieren. Aber wenn Sie es schaffen, wenigstens in der Mittagspause mal eine Runde zu drehen, und das täglich, der muss nicht zwingend darauf zugreifen.

Und wieder lesen Sie auch hier den Satz:

Vermeiden Sie Stress und schlafen Sie ausreichend. Nicht immer einfach – aber immer öfter machbar.

 

 

, by : Diana C. Bernardi4Praxis